Betriebssystem

Offener Brief an CHIP

Vor ein paar Tagen hat das Magazin “CHIP” einen Artikel veröffentlicht, in welchem 3 Betriebssysteme – Windows 7, MacOS “Snow Leopard” und Kubuntu (ohne Versionsangabe) – gegeneinander “antreten”. Und wieder einmal geht die deutschsprachige Linux-Community auf die Barrikaden. Aber eigentlich war das ja auch zu erwarten, denn die “CHIP” ist seit jeher nicht für ihren gut recherchierten Journalismus bekannt…

Christoph Langner hat dazu nun einen offenen Brief an den zuständigen Redakteur verfasst, in dem er versucht, einiges ins rechte Licht zu rücken. Ob das aber von Erfolg gekrönt sein wird, bzw. in wie fern das von Seiten der “CHIP” beherzigt wird, wage ich zu bezweifeln. Ich denke, man sollte das eher gelassen sehen und einfach nur auf die redaktionellen Fähigkeiten der “CHIP” hinweisen, damit sollte jedem Interessierten auch recht schnell klar werden, was er von diesem Magazin zu halten hat.

Wir wissen, daß Linux besser ist, das reicht! :D ;-)

–>Link<–

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“Die Reise des Pinguin” auf 3Sat

Ein sehr guter Bericht über Linux lief die Tage auf 3Sat – “Linux – Die Reise des Pinguins” – in dem auf recht angenehme Weise über Linux im speziellen und Open Source Software im allgemeinen berichtet wird. Der Bericht ist sicherlich nicht in allen Bereichen vollständig oder zu 100% korrekt, bringt aber denjenigen, die in diesem Bereich eher Ahnungslos sind, die Materie ein gutes Stück näher.

Der Film wird in den nächsten Tagen wiederholt, kann aber auch direkt runtergeladen werden.

The Freeze is over!

Nein, nicht der Winter ist vorüber (obwohl ich dem ganz und gar nicht abgeneigt wäre), sondern heute wurde Debian GNU/Linux 5.0 “Lenny” veröffentlicht und der damit verbundene Versionsfreeze in den Debianquellen aufgehoben.

Seit geraumer Zeit war es in den Repositorien von “sid” verhältnismäßig ruhig, da keine neuen Versionen mehr nach “testing” (formaly known as “lenny”) reinkamen. Dadurch wurde aus “sid” (eigentl. “unstable”) mehr oder weniger “testing” und Pakete, welche eigentlich in “sid” sein sollten (z.B. OpenOffice.org 3, Gimp 2.6, KDE4, u.v.m.) dümpelten nun in “experimental” vor sich rum.
Durch diese Verschiebung der Eigenschaften war es in Debian “sid”-basierenden Linuxdistributionen (sidux) verhältnismäßig “stabil”, das heißt, es gab kaum Veränderungen und wenn, dann waren diese von ralativ harmloser Natur.
Das wird sich nun ändern, denn jetzt fließen alle Pakte, die für “sid” bestimmt waren/sind, aber Aufgrund des freeze in “experimental” zwischenlagerten, nach “sid”, was in den nächsten Wochen für einige Unruhe sorgen wird. Einige der größeren Veränderungen sind zum Beispiel die komplette Umstellung auf KDE4 (4.2), oder die Umstellung auf Xorg 7.4. Das kann für reichlich Unruhe sorgen, daher sollte ein “dist-upgrade” nur mit äußerster Vorsicht gemacht werden.
Das sidux-Team ist sich dieser besonderen Umstände bewußt und wird sich bemühen, eventuelle Schwierigkeiten zu umgehen, oder aber rechtzeitige Warnungen herauszugeben. Wer aber auf der halbwegs sicheren Seite stehen will, sollte in den nächten 2-4 Wochen auf ein “dist-upgrade” verzichten. Bis dahin sollten die gröbsten Wellen in “sid” halbwegs geglättet sein.
Ich habe unsere Maschinen vor kurzem erst einem Update unterzogen, habe damit also erst einmal eine gute Basis. Danach werde ich aber auch ein wenig Hand anlegen müssen, da ich Katrins Rechner auf KDE4 umstellen muß (was ein wenig Handarbeit erfordert) und auch meiner Kiste ein wenig Aufmerksamkeit schenken, da sich durch den Einzug von KDE4 in “sid” auch das Konfigurationsverzeichnis von ~/.kde4 auf ~/.kde ändern wird. Nun ja, Backups werden regelmäßig gemacht, somit sehe ich dem eher gelassen entgegen.

//edit: Ein unliebsamer Spam-Bot scheint sich diesen Eintrag als bevorzugtes Ziel ausgesucht zu haben, daher ist die Kommentarfunktion für diesen Beitrag ausgeschaltet.

“Back to the roots”…

…oder “Wieder beim Chamäleon!”
Nachdem ich jetzt eine ganze Weile mit sidux als Betriebsystem unterwegs (und vollends zufrieden) war, hat es mich jetzt dann doch wieder zur SuSE (ok, es heißt *openSuse*, ich weiß…) gezogen.
sidux ist sicherlich ein Betriebssystem, welches seines gleichen sucht: schnell, aktuell (um nicht zu sagen BleedingEdge) und für eine Debian SID Distribution “rockstable”. Allerdings habe ich gemerkt, daß mir sidux *zu* schnell ist. Nicht Performance-technisch, aber in der Geschwindigkeit, in der sich die SID-Repos ändern. Habe ich anfänglich noch 2 Male in der Woche ein *dist-upgrade* gefahren, waren es jetzt nur noch alle vier Wochen. Das war für mich der Hinweis, das eine “RollingRelease”-Distribution vielleicht doch nicht ganz das richtige ist. Offensichtlich brauche ich doch nicht alles in der absolut neuesten Version.
Die Entscheidungskriterien zu SuSE zurückzugehen war einerseits die absolut beste KDE-Integration, die ich bisher gesehen habe, andererseits hat SuSE in der Version 11.0 einen ordentlichen Sprung nach vorne gemacht. Alleine das *deutlich* an Geschwindigkeit optimierte Paketmanagement (*zypper*). Das kann sich mittlerweile schon fast mit Debians “apt-get” messen. Sowohl von der Performance, als auch in der Einfachheit.
Ich hatte die Susi schon vor einiger Zeit (11.0 Beta irgendwas) getestet und war da schon sehr positiv überrascht. Einzig an YaST muss ich mich erst wieder gewöhnen und nicht, wie sonst, in irgendwelchen Config-Files “rumwüten”. ;-)
Die Installation zeigte sich, wie von SuSE gewohnt, sehr gut strukturiert und domkumentiert (endlich wieder eine Paketauswahl *vor* der Installation) und auch die Performance ist nicht zu verachten und wenn, dann nur knapp unter der der sidux-Installation.
Seit sidux fahre ich mein Linux nun auch meinem Prozessor gerecht, sprich in der 64bit Version. Wirkliche Schwierigkeiten sind mir nicht untergekommen, vielleicht, daß mal ein Paket nicht in 64bit vorhanden war. Aber selbst die potentiellen Problemkandiaten wie Flash oder Java laufen hier wie geschmiert. Ich kann also nur jedem empfehlen, ein 64BitLinux zu installieren (die entsprechende Architektur vorausgesetzt latürnich).
Ich bin gespannt, was die Susi für Überraschungen für mich offenhält…

Informationen: