Neue Jabber-ID
Da ich seit einiger Zeit mit massiven Verbindungsproblemen zum Jabber-Server “jabber.org” zu kämpfen habe, hab ich mich mal auf die Suche nach einem alternativen Server gemacht. Und auch gefunden! Meine neue Jabber-ID ist also jetzt: BelaLugosi@xabber.de
Und wenn ich schon mal dabei bin, möchte ich all denen, die hier mitlesen (oder zufällig reinstolpern) das Instant-Messaging mittels Jabber ans Herz legen.
Jabber (oder besser XMPP) ist ein Protokoll, ähnlich wie ICQ, mit dem es möglich ist, sich mit einem Freund/Verwandten/Bekannten/WildfremdenMenschen Kurzmitteilungen über das Internet zu senden, und das in Echtzeit.
Doch leider ist ICQ ein sogenanntes unfreies Format, sprich, nur der Entwickler selbst weiss genau, was das Programm/Protokoll wirklich macht. Das hat einen gewissen “Beigeschmack” des Misstrauens. Wer kann mit Sicherheit sagen, dass die ICQ-Software nicht im Hintergrund meine persönlichen Daten “mitschneidet” und an eine/die Firma zurückleitet? Oder ähnliche – im Sinne des Daten- und Persönlichkeitschutzes fragwürdige – Funktionen…? Zumal ICQ in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen ausdrücklich darauf hinweist, dass alles, was über das ICQ-Netzwerk gesendet wird, automatisch Eigentum des ICQ-Betreibers ist.
Soll heissen, wenn z.B. ein Student seine Facharbeit mal eben seinem Freund zum Korrekturlesen über ICQ schickt (zugegeben, wer es auf diesem Wege macht, ist irgendwo auch selbst Schuld
), kann theoretisch damit rechnen, dass eben diese irgendwo anders, unter anderem Namen veröffentlicht wird. Und er kann nichts dagegen tun. Ok, das ist (offiziell) noch nicht vorgekommen, aber alleine die Möglichkeit finde ich persönlich ein wenig erschreckend.
Das Jabber-Protokoll (XMPP) ist da schon anders. Jabber ist ein “freies” Format (Stichwort: Open Source), das heisst, dass alle Spezifikationen um das Protokoll offen liegen für jedemann. Auch werden Übertragungen über dieses Netzwerk nicht “mitgeschnitten”, sondern lediglich weitergeleitet. Desweiteren gibt es (wie es bei ICQ der Fall ist) nicht nur einen Server, sondern unzählige, da jedermann der einen Server hat ein Jabber-Portal betreiben kann. Dass erhöht die Ausfallsicherheit immens. Fällt der ICQ-Server aus, wird das ganze Netzwerk lahmgelegt. Fällt im Gegenzug aber ein Jabber-Server aus, ist lediglich ein kleiner Teil des Netzwerkes nicht erreichbar, der Rest kann ungehindert weiter”chatten”.
Ein weiterer, nicht unerheblicher Punkt _für_ Jabber, ist die Möglichkeit, Nachrichten zu veschlüsseln (mittels GPG/OpenPGP oder OTR). Damit ist es auch eventuellen “Mitlauschern” nicht mehr möglich, den Inhalt von Nachrichten einzusehen. Absolut zu empfehlen!
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