sidux

The Freeze is over!

Nein, nicht der Winter ist vorüber (obwohl ich dem ganz und gar nicht abgeneigt wäre), sondern heute wurde Debian GNU/Linux 5.0 “Lenny” veröffentlicht und der damit verbundene Versionsfreeze in den Debianquellen aufgehoben.

Seit geraumer Zeit war es in den Repositorien von “sid” verhältnismäßig ruhig, da keine neuen Versionen mehr nach “testing” (formaly known as “lenny”) reinkamen. Dadurch wurde aus “sid” (eigentl. “unstable”) mehr oder weniger “testing” und Pakete, welche eigentlich in “sid” sein sollten (z.B. OpenOffice.org 3, Gimp 2.6, KDE4, u.v.m.) dümpelten nun in “experimental” vor sich rum.
Durch diese Verschiebung der Eigenschaften war es in Debian “sid”-basierenden Linuxdistributionen (sidux) verhältnismäßig “stabil”, das heißt, es gab kaum Veränderungen und wenn, dann waren diese von ralativ harmloser Natur.
Das wird sich nun ändern, denn jetzt fließen alle Pakte, die für “sid” bestimmt waren/sind, aber Aufgrund des freeze in “experimental” zwischenlagerten, nach “sid”, was in den nächsten Wochen für einige Unruhe sorgen wird. Einige der größeren Veränderungen sind zum Beispiel die komplette Umstellung auf KDE4 (4.2), oder die Umstellung auf Xorg 7.4. Das kann für reichlich Unruhe sorgen, daher sollte ein “dist-upgrade” nur mit äußerster Vorsicht gemacht werden.
Das sidux-Team ist sich dieser besonderen Umstände bewußt und wird sich bemühen, eventuelle Schwierigkeiten zu umgehen, oder aber rechtzeitige Warnungen herauszugeben. Wer aber auf der halbwegs sicheren Seite stehen will, sollte in den nächten 2-4 Wochen auf ein “dist-upgrade” verzichten. Bis dahin sollten die gröbsten Wellen in “sid” halbwegs geglättet sein.
Ich habe unsere Maschinen vor kurzem erst einem Update unterzogen, habe damit also erst einmal eine gute Basis. Danach werde ich aber auch ein wenig Hand anlegen müssen, da ich Katrins Rechner auf KDE4 umstellen muß (was ein wenig Handarbeit erfordert) und auch meiner Kiste ein wenig Aufmerksamkeit schenken, da sich durch den Einzug von KDE4 in “sid” auch das Konfigurationsverzeichnis von ~/.kde4 auf ~/.kde ändern wird. Nun ja, Backups werden regelmäßig gemacht, somit sehe ich dem eher gelassen entgegen.

//edit: Ein unliebsamer Spam-Bot scheint sich diesen Eintrag als bevorzugtes Ziel ausgesucht zu haben, daher ist die Kommentarfunktion für diesen Beitrag ausgeschaltet.

KDE 4.2

KDE 4.2

Am 27. Januar war das Release von KDE 4.2, der neuen Version in der KDE4-Reihe. Wenige Stunden später waren auch gleich geeignete Pakete in den Experimental-Quellen von Debian. Da ich schon seit der Veröffentlichung von KDE 4.0 immer wieder mal einen Blick darauf werfe (sei es in einer VM, oder einer seperaten Partition), habe ich mir für dieses Release extra ein frisches sidux auf meine Testpartiton installiert und relativ schnell und unkompliziert KDE 4.2 draufgezogen.
Bisher habe ich allerdings nie wirklich lange damit gearbeitet und bin wieder zu KDE3 zurück gewechselt, da mir dann doch einige Dinge fehlten, oder sie nicht ganz stabil liefen. Aber ich muß sagen, es hat sich viel getan, seit ich das letzte Mal reingeschaut habe. Viele nervige Bugs wurden behoben, verdammt viel der gewohnten KDE3 Funktionen wurden erfolgreich portiert und einiges wurde hinzugefügt und Plasma läuft stabil und absturzfrei wie nie, so daß ich seit dem nun ausschließlich mit KDE4 “unterwegs” bin und ohne Bedenken behaupten kann, daß diese Version nun auch endlich eine für den Normalanwender ist. Bisherige Versionen waren eher für sogen. “early adopters” gedacht, da noch viel dran getan wurde und damit keinerlei Garantie auf reibungslose Lauffähigkeit gegeben werden konnte.

Nach einen kleinen Zeit der Umstellung auf meine Bedürfnisse bin ich, bis auf kleine Unstimmigkeiten, rundum zufrieden mit KDE4. Einzig mein Iceweasel macht gelegentlich Zicken, da er immer wieder mal aus heiterem Himmel meint, abzustürzen. Da muß ich mich nochmal genauer auf die Fehlersuche begeben, aber Dank der hervorragenden Sitzungswiederherstellung in Iceweasel habe ich das als noch nicht so dringend angesehen.

//edit: Hhier noch ein paar Screenshots meines aktuellen Desktops. Die Effekte (die KWin mittlerweile ohne Hilfe von Compiz oder ähnlichem Schnick-Schnack beherrscht) sind gar nicht mal so unnützlich. Nicht wirklich erforderlich, aber, wenn man sich darauf eingestellt hat, ganz hilfreich.

“Back to the roots”…

…oder “Wieder beim Chamäleon!”
Nachdem ich jetzt eine ganze Weile mit sidux als Betriebsystem unterwegs (und vollends zufrieden) war, hat es mich jetzt dann doch wieder zur SuSE (ok, es heißt *openSuse*, ich weiß…) gezogen.
sidux ist sicherlich ein Betriebssystem, welches seines gleichen sucht: schnell, aktuell (um nicht zu sagen BleedingEdge) und für eine Debian SID Distribution “rockstable”. Allerdings habe ich gemerkt, daß mir sidux *zu* schnell ist. Nicht Performance-technisch, aber in der Geschwindigkeit, in der sich die SID-Repos ändern. Habe ich anfänglich noch 2 Male in der Woche ein *dist-upgrade* gefahren, waren es jetzt nur noch alle vier Wochen. Das war für mich der Hinweis, das eine “RollingRelease”-Distribution vielleicht doch nicht ganz das richtige ist. Offensichtlich brauche ich doch nicht alles in der absolut neuesten Version.
Die Entscheidungskriterien zu SuSE zurückzugehen war einerseits die absolut beste KDE-Integration, die ich bisher gesehen habe, andererseits hat SuSE in der Version 11.0 einen ordentlichen Sprung nach vorne gemacht. Alleine das *deutlich* an Geschwindigkeit optimierte Paketmanagement (*zypper*). Das kann sich mittlerweile schon fast mit Debians “apt-get” messen. Sowohl von der Performance, als auch in der Einfachheit.
Ich hatte die Susi schon vor einiger Zeit (11.0 Beta irgendwas) getestet und war da schon sehr positiv überrascht. Einzig an YaST muss ich mich erst wieder gewöhnen und nicht, wie sonst, in irgendwelchen Config-Files “rumwüten”. ;-)
Die Installation zeigte sich, wie von SuSE gewohnt, sehr gut strukturiert und domkumentiert (endlich wieder eine Paketauswahl *vor* der Installation) und auch die Performance ist nicht zu verachten und wenn, dann nur knapp unter der der sidux-Installation.
Seit sidux fahre ich mein Linux nun auch meinem Prozessor gerecht, sprich in der 64bit Version. Wirkliche Schwierigkeiten sind mir nicht untergekommen, vielleicht, daß mal ein Paket nicht in 64bit vorhanden war. Aber selbst die potentiellen Problemkandiaten wie Flash oder Java laufen hier wie geschmiert. Ich kann also nur jedem empfehlen, ein 64BitLinux zu installieren (die entsprechende Architektur vorausgesetzt latürnich).
Ich bin gespannt, was die Susi für Überraschungen für mich offenhält…

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